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Die stille Lehrer:in

Die stille Lehrer:in erklärt dir nichts. Sie zeigt dir ein Programm, zeigt dir, was dabei herauskommt, und lässt dich raten, was fehlt. Rätst du richtig, wird es schwerer. Rätst du falsch, bekommst du ein leichteres Beispiel.
Das ist unbequem, und das ist Absicht. Nach einer Stunde hast du ungefähr fünfzig Programme gesehen, ohne dass dir jemand ein einziges Fachwort gesagt hat. Genau darum geht es: Erst das Gefühl, dann die Begriffe.
https://silentteacher.toxicode.fr/hour_of_code.html?theme=basic_pythonAufgabe
Arbeite dich durch die stille Lehrer:in, bis du nicht mehr weiterkommst. Plane etwa 45 Minuten ein.
Notiere dir dabei jedes Zeichen, das dich überrascht hat. Wir kommen gleich darauf zurück.
Was war das gerade?
Dir sind vier Dinge begegnet, immer wieder, in immer neuen Verkleidungen. Hier sind sie mit Namen — probiere jedes davon einmal aus, bevor du weiterliest.
Ausgabe
print() schreibt etwas hin. Text steht dabei in Anführungszeichen, Zahlen nicht. Steht ein Rechenzeichen dazwischen, rechnet Python erst und schreibt dann das Ergebnis hin.
Aufgabe
Ändere die zweite Zeile so, dass dort print("3 + 4") steht. Was gibt Python jetzt aus, und warum?
Variable
Eine Variable ist ein Name für einen Wert. Das = ist dabei kein Gleichheitszeichen aus der Mathematik, sondern ein Pfeil nach links: „Schreib das Ergebnis von rechts in den Namen links."
Deshalb ergibt die mittlere Zeile im folgenden Programm auch Sinn, obwohl sie mathematisch falsch aussieht.
Variable
Eine Variable ist ein benannter Platz für einen Wert. Der Wert kann sich während des Programms ändern, der Name bleibt.
Entscheidung
Mit if prüft ein Programm eine Aussage und macht danach etwas anderes. Was zur Entscheidung gehört, wird eingerückt — die Einrückung ist in Python keine Schönheit, sondern Teil des Programms.
Aufgabe
Setze alter auf verschiedene Werte und finde heraus, ab welcher Zahl die Ausgabe umschlägt. Prüfe danach, ob 18 selbst schon zum ersten Fall gehört.
Wiederholung
Was mehrfach passieren soll, schreibst du nicht mehrfach hin. range(3) bedeutet „dreimal", und wieder ist das Eingerückte das, was wiederholt wird.
Aufgabe
Lass das Programm zehnmal grüßen. Schreibe danach print(i) statt print("Hallo") und beobachte, mit welcher Zahl Python zu zählen anfängt.
Und jetzt?
Diese vier Dinge — Ausgabe, Variable, Entscheidung, Wiederholung — reichen schon für erstaunlich viel. Wir nehmen sie uns jetzt einzeln vor, in Ruhe und mit einem Marienkäfer.