Aussehen
Veröffentlichung
Wo läuft es?
Das hängt von der Projektart ab. Die Angebote stehen jeweils vom Einfachsten (lokal) über Open Source bis zum kommerziellen Angebot.
Spiel am Computer
Ein Spiel, etwa mit Pygame Zero, braucht keinen Server. Ihr legt einen Ordner mit dem Spiel und einer Anleitung ins Repository, von dort kann ihn jede:r herunterladen.
Statische Seite
Eine Website oder ein Browserspiel aus HTML, CSS und JavaScript besteht nur aus fertigen Dateien. Die liegen bei einem Dienst, der Seiten aus einem Repository veröffentlicht, oder bei einem Webspace-Anbieter:
- Codeberg Pages: kostenlos, ein Dienst des Vereins Codeberg e.V. aus Berlin. Er ist für freie Projekte gedacht, die eine Lizenz tragen. Seit Juli 2026 schließt Codeberg in seinen Nutzungsbedingungen außerdem Projekte aus, die überwiegend aus KI-geschriebenem Code bestehen. Wo genau die Grenze liegt, ist nicht festgelegt. Wer mit KI arbeitet, nimmt darum besser eine andere Möglichkeit.
- GitHub Pages: veröffentlicht Seiten aus einem GitHub-Repository.
- bplaced und netcup: Webspace bei einem Anbieter.
Wie das bei Codeberg aussieht:
https://docs.codeberg.org/codeberg-pages/Und bei GitHub:
https://pages.github.comPHP-Seite
Eine PHP-Anwendung mit Datenbank braucht einen Server, der PHP ausführt. Das bieten Webspace-Anbieter wie bplaced und netcup. Ihr ladet die Dateien hoch und legt die Datenbank an.
Python-Seite
Ein Programm mit Server-Teil und Datenbank, etwa mit FastAPI, muss dauerhaft laufen. Bei netcup geht das ab dem Tarif Webhosting 4000, darunter braucht ihr einen vServer.
Desktop-Programm
Legt das fertige Programm als Download in eine Veröffentlichung (Release) des Repositorys, zum Beispiel als Zip-Datei mit Anleitung. Aus einem Python-Programm macht PyInstaller ein Programm, das auch ohne installiertes Python läuft.
App
Eine mit MIT App Inventor gebaute App gebt ihr als Installationsdatei (APK) weiter. In den App-Stores (Google Play, App Store) braucht ihr ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto, und jede App wird vor der Veröffentlichung geprüft.
Calliope und Roboter
Das Programm läuft auf dem Gerät. Ihr veröffentlicht den Quelltext mit einer Anleitung zum Aufspielen im Repository.
Datenschutz
Definition: Personenbezogene Daten
Personenbezogene Daten sind Angaben, die sich auf eine bestimmte Person beziehen lassen: Name, Foto, Stimme, E-Mail-Adresse, aber auch „Vorname und Klasse“.
- Sparsam sein. Speichere nur, was du wirklich brauchst.
- Einwilligung. Fotos und Namen von Mitschüler:innen oder anderen Personen darfst du nur mit deren Einwilligung veröffentlichen. Die Einwilligung kann widerrufen werden.
- Impressum. Websites, die nicht rein privat sind, brauchen ein Impressum mit Name und Anschrift (§ 5 Digitale-Dienste-Gesetz). Eine private Adresse gehört nicht auf ein Schülerprojekt. Darum bleiben Projekte oft klassenintern, passwortgeschützt oder auf der Seite der Schule. Einen Generator gibt es bei e-recht24: Impressum-Generator.
- Datenschutzerklärung. Eine Muster-Datenschutzerklärung gibt es ebenfalls bei e-recht24: Muster-Datenschutzerklärung.
- Keine fremden Ressourcen laden. Bibliotheken, Schriften, Skripte oder eingebettete Videos (zum Beispiel von YouTube) von fremden Servern verraten dem Anbieter die IP-Adresse der Besucher:innen. Prüft vor der Veröffentlichung, dass eure Seite nichts von anderen Seiten lädt, und liefert alles selbst aus.
Welche Regeln eure Schule im Einzelnen festgelegt hat, klärt ihr mit eurer Lehrkraft, bevor etwas ins Netz geht.
Datensicherheit
Kontrolliere, dass auch technisch versierte Nutzer:innen deine Anwendung nur so nutzen können, wie du es vorgesehen hast:
- Zugangsschlüssel und Passwörter stehen nie im Quelltext oder Repository.
- Alles aus Sicherheit noch einmal prüfen: Eingaben, Rechte auf dem Server, Passwörter und fremde Pakete, bevor das Programm online geht.
Lizenzen
Das Urheberrecht entsteht automatisch, sobald du etwas schaffst. Ohne Erlaubnis darf niemand es nutzen. Eine Lizenz ist diese Erlaubnis. Für Quelltext wählen viele die MIT-Lizenz: Jede:r darf den Code nutzen und verändern, muss aber deinen Namen nennen, und du haftest nicht für Fehler. Für eigene Texte und Bilder passt eine Creative-Commons-Lizenz wie CC BY: Nutzung erlaubt, Namensnennung Pflicht.
Für fremde Bilder, Töne und Code gilt dasselbe in die andere Richtung. Du darfst sie nur mit passender Lizenz verwenden und musst deren Bedingungen erfüllen, oft die Namensnennung. Notiere zu jedem fremden Inhalt Quelle, Urheber:in und Lizenz.
Und die KI? Nach gängiger Auffassung in Deutschland können nur Menschen Urheber sein. Quelltext, den allein eine KI erzeugt hat, ist demnach nicht geschützt, und du könntest ihn auch nicht sinnvoll unter eine Lizenz stellen. Geschützt sein kann, was du selbst schöpferisch beigetragen hast. Darum hebt ihr eure wichtigsten Prompts und Änderungen auf und schreibt in die README, wo KI geholfen hat. Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine Orientierung.
Hat die KI etwas nachgeahmt, etwa eine Super-Mario-Figur, kann das Urheber- und Markenrecht des Originals verletzen. Das gilt auch, wenn du die Figur selbst zeichnest: Die KI-Figur ist nicht geschützt, das Original schon.
Dokumentation bündeln
In jeder Phase ist Dokumentation entstanden. Jetzt bündelst du, was andere wirklich brauchen:
- README: die erste Seite des Repositorys. Sie sagt, was das Projekt ist (mit Bild), wie man es startet oder installiert, wer es gemacht hat, welche Lizenz es hat, woher fremde Inhalte stammen und wo KI geholfen hat.
- Anleitung: eine kurze Beschreibung für die Nutzer:innen, wie sie das Programm bedienen.
- Lizenz: die Datei
LICENSEmit dem Lizenztext. - Projektdokumentation: Liste der Anforderungen, Entwurf und Testprotokolle in einem Ordner
doku.